Test: EpicGear Dezimator

Der Peripherie-Hersteller EpicGear weiß was Gamer wollen. Diesen Anschein macht zumindest die neue Tastatur aus ihrem Hause. Mit der EpicGear Dezimator wartet der Hardware-Hersteller mit einer mechanischen Tastatur auf, an der kein einziger sichtbarer Bereich aus Plastik besteht. Doch wie sieht es mit den anderen Qualitäten der Tastatur aus? Macht sich die von Cherry verwendete Hardware bezahlt? Antworten auf all diese Fragen liefert unser Test.

Ist EpicGear auch episch?

Test: EpicGear DezimatorWenn Gamer eines von Jahr zu Jahr werden, dann ist es verwöhnter. Immer mehr Hardware flutet den Markt, da ist es schwer die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, wenn man kein besonderes Merkmal vorweisen kann. Media-Tasten hat heutzutage jede halbwegs vernünftige Gamer-Tastatur. Auch eine Hintergrundbeleuchtung ist keine weltbewegende Neuerung mehr – abgesehen von farblich frei verstellbaren. Darum hat sich EpicGear entschieden einen ganz eigenen Weg zu gehen. Die Verarbeitung ist hier das Alleinstellungsmerkmal, und fällt dem modernen Gamer als erstes ins Auge: Sie besteht äußerlich komplett aus Metall. Kein schnödes Plastikgehäuse ziert das Antlitz dieses Eingabegerätes, sondern Metall, Aluminium um genau zu sein. Doch was bekommt man für sein Geld? Im Lieferumfang enthalten sind:

  • EpicGear Dezimator-Tastatur
  • „Warzone“-Tasten mit Griff zum austauschen

Test: EpicGear Dezimator

Karton öffne dich!

Öffnet man den schwarzen Karton, erwartet einen eine gut verpackte Tastatur. Doch streift man ihr die schützende Pappe ab, und befreit sie vom Stoff, welches sanft die Tasten und Oberfläche vor Kratzern schützen will, liegt sie vor einem: Eine hübsch anzusehende, tiefschwarze, Tastatur. Standardmäßig sind alle Tasten in Schwarz gehalten, doch die EpicGear Dezimator wäre keine Gamer-Tastatur, wenn sie nicht irgendwie hervorstechen würde: so bietet sie eine sogenannte „Warzone“. Diese Tasten sind das übliche Revier eines Gamers: Die Zahlen 1-6, WASD und QERF lassen sich durch rote Pendants austauschen.

Test: EpicGear DezimatorIn dieser ersten Version der Dezimator wird auch nur dieser Bereich mit einer Hintergrundbeleuchtung versorgt, abgesehen vom Backlight und den Media-Tasten. Die Beleuchtung ist allerdings durch einen einfachen Tastendruck in mehreren Stufen regelbar, um immer die passende Beleuchtungsstärke an den Tag (in Gamerkreisen wohl eher Nacht) zu legen. Um dem Farbschema der Tastatur und EpicGear im gesamten treu zu bleiben, leuchten die Tasten in einem hellen Rot. Andere Farbtöne sucht man vergebens. An der Tastatur selbst sind 109 Tasten angebracht: Von den Tasten des täglichen Gebrauchs abgesehen, finden sich an der linken Seite fünf Media-Tasten, die mit Hilfe der Tastatur-Software frei programmiert werden können.

An der Rückseite der Tastatur befindet sich ein HUB. Hier sind neben 2 USB-Ports auch Audio-Out und Mikrofon-In angebracht. Das lästige einstöpseln des Headsets an der Rückseite des Computers sollte somit spätestens jetzt der Vergangenheit angehören. An der rechten oberen Seite findet sich ein eingebautes Rad wieder, das zum regeln der Lautstärke dient, wenn man das HUB der Tastatur angeschlossen hat. Da dem Karton leider keine CD mit dem Treiber beiliegt, muss man diesen von der Seite EpicGears laden. Da die Datei allerdings kein erwähnenswertes Volumen hat, geht der Download schnell von statten – ebenso wie die Installation der Treibersoftware. Mit einen Blick in die Software lassen sich so bis zu zehn Profile anlegen, die alle mit einem simplen Tastendruck gewechselt werden können.

Test: EpicGear Dezimator

Die Leiden des Gamers von Heute sollen mit dieser Tastatur auch auf ein Minimum reduziert werden: Die Reinigung ist dank der Bauweise und Höhe der Tasten ausgesprochen einfach. Die Tasten sind alle so weit ab vom Boden, dass Pusten von der Seite oder das simple schräg halten schon sämtlichen Schmutz aus der Tastatur entfernen sollte. Auch die Reinigung der Handauflage ist einfach – diese ist übrigens aus Stoff, und schmiegt sich angenehm an den aufliegenden Handballen – da sie nicht fest angebracht ist kann sie abgezogen, und unter fließendem Wasser gereinigt werden. Und jetzt mal Butter bei die Fische, hier die technischen Daten:

  • 109 voll mechanische Tasten, Cherry® MX Rot oder MX Braun
  • Anti-Ghosting: Bis zu 20 Tasten
  • Voll beleuchtete „Warzone“
  • 5 Media-Tasten
  • 2 USB-Ports
  • Audio-Out & Mic-In -Eingänge

Test: EpicGear Dezimator

Die Dezimator im Dezimiermodus

Sind alle Anschlüsse mit dem Computer verbunden und der PC hochgefahren, wird die Tastatur fix erkannt sowie Treiber von Windows installiert. Die Treiber von EpicGear werden also nur benötigt, wenn man seine Profile konfigurieren will. Doch um den vollen Umfang der Tastatur nutzen zu können, sollte dies auf alle Fälle getan werden. So wie die Tastatur vor einem liegt, ist sie vor allem eines: mächtig. Selten sieht ein Gamer eine so groß wirkende Tastatur, die vor Power zu strotzen scheint. Doch trügt der Schein? Die Antwort ist kurz und ergreifend: Nein. Die Tasten sind eine Wonne für die Finger, dank der von Cherry verwendeten Schalter. Die Handablage passt sich wunderbar dem Handballen an, und Schweiß wird gut aufgesogen.

Test: EpicGear Dezimator

Da es sich hierbei um eine mechanische Tastatur handelt, sind die Anschläge deutlich hörbar, doch nach einer Eingewöhnungsphase nimmt man diese nicht mehr bewusst wahr. Durch die großen Gummifüße ist ein verrutschen fast ausgeschlossen, außer man legt es bewusst drauf an. Das Rad zur Lautstärkeregelung ist gewöhnungsbedürftig und hätte durch einfachere Optionen ersetzt werden können. Die Media-Tasten sind klassisch links an der Tastatur angebracht, und lassen sich problemlos erreichen. Ein Ärgernis ist, das Funktionen wie Wiedergabe/Pause, Stop und Rewind erst durch eine Tastenkombo mit „Fn“ nutzbar sind. Das ist bei Konkurrenz-Produktion einfacher gelöst. Doch die wichtigste Funktion, nämlich das Drücken der Tasten, und die Reaktion dieser ist ausgesprochen gut.

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