Test: Ninety-Nine Nights 2

Button Masher gibt es wie Sand am Meer, zumindest wenn man von der japanischen Küste ausgeht, denn diese Art von Spielen ist vor allem im fernen Osten sehr beliebt. Kein Wunder, dass Konami mit Ninety-Nine Nights 2 [N3 II] den Nachfolger zu Microsofts Premiere in diesem Genre veröffentlicht.

N3 II erscheint am 10. September exklusiv für Xbox 360

Ninety-Nine Nights 2 II erscheint am 10. September exklusiv für Xbox 360

Auch im Nachfolger von Ninety-Nine Nights dreht sich alles um Gut und Böse, denn eine Hexe hat das Gleichgewicht der beiden Mächte gestört und so droht der ganzen Welt der Untergang. Nur die Burg des Elfenreiches Orphea bietet letzten Widerstand gegen das Heer der Nacht. Brisant hierbei ist, dass diese auch die Heimat der letzten Hüterin des Lichts namens Prinzessin Sephia ist, die mit aller Macht versuchen will, die drohende Dunkelheit abzuwehren und den Frieden wiederherzustellen.

Fünf Freunde sollt ihr sein

Ein Einblick in die Vergangenheit von Galen

Ein Einblick in die Vergangenheit von Galen

Um dies zu schaffen ruft sie vier Söldner zu Hilfe, die mehr oder weniger freiwillig zur Elfen Armee gestoßen sind. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Galen, ein ehemaliger Truppführer, der bereits ein mal gegen die Mächte der Finsternis versagt und dabei nicht nur seine Heimat, sondern auch seine Familie verloren hat. Für ihn gilt es also nicht nur die Welt zu retten, sondern auch seine Fehler wieder gut zu machen. Dies trifft auch auf seine Kameraden zu, auf die die Story zwar etwas weniger eingeht, aber durchaus gut ihre Motive und Hintergründe beleuchtet. Hier wird auch der erste Unterschied zum Vorgänger deutlich. Im Gegensatz zu diesem wird hier tatsächlich Wert auf die Entwicklung der Charaktere, sowie ihrer Absichten gelegt. Dies ist bei der Anzahl der vielen Protagonisten und der Schwerpunkte des Spiels nicht ganz einfach, soll den Entwicklern aber angerechnet werden, da dies im Vergleich zum Vorgänger ausgebaut und besser präsentiert wurde. Vor allem wurde häufiger mit Zwischensequenzen gearbeitet, diese sind zwar größtenteils alles andere als mitreißend, geben aber einen guten Einblick in das Geschehen und bringen die Handlung tatsächlich etwas voran. Wer den Vorgänger gespielt hat weiss, dass dieses grundlegende Element von Storytelling im ersten Teil fast komplett ausgelassen wurde. Da lag der Fokus wirklich ausschließlich darauf seinen Charakter aufzuleveln und so viele Gegner wie möglich auszuschalten, aber keine Angst, das kommt in N3 II auch nicht zu kurz.

Vorab eine kleine Einweisung für diejenigen unter euch, die sich zum ersten mal mit dem Hack ’n Slash Genre befassen:

Die meisten Titel, die diesem Genre unterliegen, bestehen aus folgenden Elementen. Eine Menge, große Menge, an Klongegnern. Ein schier overpowerter Held, der mit jedem gefallenen Gegner stärker wird. Bei jedem neuen Titel aus dieser Schublade stellt sich natürlich immer eine Frage:

Variation des Einheitsbreis?

Bevor ich auf diese Frage eingehe, möchte ich erwähnen, dass bereits der Vorgänger frischen Wind in das Genre gebracht hat. Zahlreiche Kombos, die man nach und nach freischalten konnte, verschiedene Waffen, zerstörerische Zaubersprüche. Die Frage ist jetzt, ob die Entwickler nicht nur am Storytelling, sondern auch an der Spielmechanik gewerkelt haben.

Der Vorwärtshieb in Aktion, ein probates Mittel gegen viele Gegner

Der Vorwärtshieb in Aktion, ein probates Mittel gegen viele Gegner

Gleich zu Beginn sei gesagt, dass das Kombosystem aus dem Vorgänger nicht nur umgestaltet, sondern fast komplett aus dem Spiel genommen wurde. Es lassen sich zwar immer noch bestimmte Angriffe nacheinander ausüben, die Anzahl dieser ist aber deutlich geschrumpft. Dafür wurde das Spiel mit Zaubersprüchen, sowie bereits bekannten Upgrades erweitert, die dem Spieler neue Fähigkeiten verleihen. Die Mischung kann das gute Kombosystem aus dem Vorgänger zwar nicht ersetzen, schützt das Spiel aber vor totaler Monotonie, wie sie bei einigen Mitstreitern sehr häufig vorkommt. Monotonie ist übrigens ein sehr gutes Stichwort, denn nicht nur beim Storytelling und Spielmechanik hat sich was getan. N3 II bietet zum einen einen vergrößerten Pool an Gegnertypen, die erst nach und nach im Spiel auftauchen, um den Spieler bei steigendem Level Paroli zu bieten.

Teil 1 2

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